Wenn sich das Jahr dem Ende zuneigt und die Tage länger werden, beginnt die Zeit, in der man auf das vergangene Jahr zurückblickt und ein wenig resümiert. Und in der man sich an den dunklen Abenden wieder eher den Videospielen widmen kann. Mein Jahr in Videospielen war wieder geprägt von Konsolentiteln, hatte ich mir doch vor vier Jahren extra eine Series X Box gekauft.
Ausschlaggebend war für mich die Kombination mit dem PC, die angekündigten plattformübergreifenden Speicherstände und nicht zuletzt das Abo-Angebot „XBox Gamepass Ultimate“, dass mir für unter 20 Euro im Monat Zugriff auf viele Spiele gibt. Viele davon sogar top aktuelle Neuerscheinungen. Und natürlich das Spielestreaming, dass mich ja nun schon eine Weile fasziniert.
Und ich muss sagen, dass ich die Entscheidung nicht bereue. Ich habe eine nicht enden wollende Menge an Spielen, aus denen ich wählen kann und das zu einem sehr vertretbaren Preis. Und auch wenn man sagt, dass die XBox nicht die großen Exklusiv-Titel hat, fühle ich mich dennoch immer gut unterhalten. Dazu tragen viele alte und neue Spiele bei – und die Kooperation mit EA tut sein übriges, um das Spieleportfolia zu erweitern. So kann ich mich voll im StarWars-Universum austoben. Ob in den Battlefront-Spielen oder bei Squadrons. Aber auch die Battlefield-Spiele stehen über die Kooperation zur Verfügung. Ob man Shooter allerdings sinnvoll an einer Konsole spielen kann, wage ich immer noch zu bezweifeln.

In der ganzen Zeit gab es eine stete Enwicklung in der XBox, was sich auch auf den Mehrfach deutlich veränderten Oberflächen zeigt. Mittlerweile hat die XBox-Oberfläche wieder einen Punkt erreicht, den ich gut und sinnvoll nutzbar finde. Ich kann schnell in die letzten Speiel springen, kann mir eigene Gruppen anlegen und kann Spiele auf den „Start-Bildschirm“ legen, so dass ich immer sehe, was sich tut, wer gerade spielt und ob es aus der Community dazu ein paar Stimmen gibt. Insgesamt sieht die Oberfläche aufgeräumt und funktional aus. Die wenigen Optionen zur Personalisierung betreffen vor allem Hintergründe und Farbschemen sowie die angesprochene Aufteilung auf dem Screen. Insgesamt wirkt die XBox-Oberfläche damit aufgeräumter als das XBox-Game-Interface auf dem PC, dass ich von Zeit zu Zeit als unübersichtlich und kleinteilig empfinde.
Aber mal zum Kern: die Spiele. Auch wenn man Microsoft immer wieder vorwirft, dass sie durch die fehlenden Exklusiv-Titel keine eigene Linie in der Spiele-Welt haben, finde ich das überhaupt nicht schlimm. Dadurch, dass die meisten Spiele nicht Konsolen- oder PC-Exklusiv sind, habe ich immer eine sehr gute Auswahl an unterschiedlichen Spielen, die ich mal auf der Konsole, mal auf dem PC spielen kann. Ich brauche dabei keine exklusiven Titel, die sich nur im Silo „XBox“ spielen lassen. Vielmehr macht das ja den Reiz aus, da ich zwischen PC und Konsole wechseln will.
Durch die vielen Firmen-Käufe, die Microsoft in der Vergangenheit getätigt hat, steht entsprechend ein breites Spektrum an Spielen zur Verfügung und besonders alte Spieleklassiker, die für die Konsole neu aufgelegtwerden, sind für mich dabei eine besondere Freude. Day of the Tentacle oder Full Throttle seien nur als zwei Beispiele genannt. Ja, vielleicht bin ich auch ein Anhänger der Lucas-Arts-Adventures (Gri Fandango gibt es auch!).

Und auch viele neue Spiele finden regelmäßig ihren Weg in die Bibliothek vom GamePass. So bezeichnet Microsoft den eigenen Spiele-Service, der eine Spiele-Flatrate für ausgesuchte Spiele beinhaltet sowie die Optionen, die Spiele Plattformübergreifend und als Streaming auf dem Handy zu spielen. Da habe ich tatsächlich den Vorteil, dass ich in viele Spiele völlig problemfrei reinschauen kann, bevor ich sie ersthaft Spiele. Gerade die kleineren Spiele, wären ansonsten eher unter meinem Radar gewesen. Auch wenn ich denke, dass es wirtschaftlich sicherlich nachteiliger für die Indie-Entwickler ist, als wenn ich die Spiele zum Vollpreis kaufe – aber hier muss ich selber noch ein paar Recherchen machen um zu sehen, wie es sich wirklich darstellt. Jedenfalls war ich hoch erfreut, dass ich die alten Lucas-Arts-Spiele auf Konsole und PC spielen kann. Das neue Monkey Island habe ich dann dank Spiele-Streaming auf meinem Handy gespielt. Anders als bei anderen Spiele-Streamern wird das Spiel dabei nicht von meiner Konsole gestreamt und muss nicht extra gekauft werden. Einzige Investition in dem Fall war ein Controller für das Handy.

Nicht desto trotz hat Microsoft auch eine ganze Reihe eigener Entwicklungen und Spiele, die man in dem Zusammenhang als Exklusiv-Titel bezeichnen kann. Angefangen bei der wunderbar rührenden und spielerisch herausfordernden Ori-Reihe, bei der wirklich beide Spiele sehr viel Spaß machen. Dann folgen die Rennspiele aus dem Forza-Universum, die gefühlt jedes Jahr ein neues Spiel bekommen. Und zwischendrin verschiedene Erweiterungen, die es ermöglichen, z.B. in einer Lego-Welt zu spielen. Apropos Lego: das Lego-Franchise finde ich großartig und es ist im Gamepass integriert. Aber zurück zu den Exklusiv-Titeln, zu denen auch die sehr gute Spielereihe um Senua gehört oder eben der Flight-Simulator.






Mein Fazit ist, dass ich meine XBox und das dazugehörige „Ultimate“ Abo nicht mehr missen möchte. Vielleicht gibt es nicht so viele exklusive Titel wie bei der Playstation – aber darum geht es mir auch nicht. Ich will schöne Spiele spielen und genau das kann ich mit extrem geringer Einschränkung auch tun.