Newsletter #7

Zwischen Fallout-Rückkehr, CES-Gadgets, minimalistischen Setups und alkoholfreien Spirits geht’s in diesem Newsletter um digitale Souveränität, Open-Source-Alternativen, den Digital Independence Day und neue Plattformen wie Mastodon & Bluesky – dazu spannende Entdeckungen von winzigen Fröschen bis zum feministischen Gamingblog Mothership.

Da ist es also das neue Jahr. Frohes Neues Euch allen!

Ich habe in der letzten Zeit vor allem, dank der zweiten Staffel, meine leicht angestaubte Power Armor ausgegraben und mich wieder ins Fallout-Universum gestürzt; dabei spiele ich vor allem Fallout 4, habe aber auch mal in Fallout ’76 reingeschnuppert und habe einen gut gemachten Artikel über das Spiel nachgeholt und einen Podcast bei der Gamestar dazu entdeckt. Außerdem bin ich der Berichterstattung der CES in Vegas gefolgt, bin dadurch der Meinung, dass das „Tri-Fold“ ein extrem spannender Ansatz ist, will unbedingt mit einem Lego Smart Brick rumspielen und habe ein echtes Interesse an alkoholfreien Spirits entwickelt, die ich gerne mal probieren möchte.

Entdeckt & geteilt

  • Brachycephalus Lulai ist ein winzig kleiner, orangener Frosch. Schon alleine das finde ich äußerst faszinierend. Aber er ist wirklich klein – männliche Tiere sind 8,9 bis 11,3 Millimeter und die „größeren“ Weibchen sind 11,7 bis 13,4 Millimeter. Ja, die Kommas sitzen richtig und auch die Maßeinheit ist so gewollt. Winzig, sage ich doch!
  • T1P: wenn der Link mal wieder zu viele Zeichen frisst, kann man ihn mit verschiedenen Tools kürzn. T1P ist eine Variante, die in DEutschland gehostet wird und sich entsprechend an die gültigen Vorgaben der DSGVO hält und auch noch einen Malware- und Phishingschutz hat.
  • Nothing Phone 3: irgendwie fasziniert mich das Design des Nothing Phones 3 mit seinem Pixel-Display auf er Rückseite. Auch die Internetseite versprüht einen ganz eigenen Charme. Auch das NothingOS folgt dieser retro-pixel Optik und es würde mich echt interessieren, wie die Nutzbarkeit ist. Unterm Strich stellen die Tests dem Telefon ja eine durchaus gute bis sehr gute Note aus.
  • Mothership: ab dem 26.01. startet unter dem Namen „Mothership“ ein neues Blogportal, auf dem das Thema Gaming aus einer feministischen Brille betrachtet wird. Ich habe mich direkt zum Newsletter angemeldet und bin sehr gespannt was da kommen wird. Auf jeden Fall ein super wichtiges Thema!
  • Logbuch: Netzpolitik ist ein seit 2011 erscheinender Podcast vom deutschen Podcast Pionier Tim Pritlove zusammen mit dem CCC-Veteranen Linus Neumann. Sie diskutieren wöchentlich über die Dinge, die passiert sind und die für das Netz von Relevanz sind. Und sie haben nichts mit Netzpolitik.org zu tun.

Das Thema

Das Thema der digitalen Souveränität wird in meinen Augen immer wichtiger. Wenn ich mir anschaue, wie mit Personen verfahren wird, die Trumps Interessen im Weg stehen oder zuwiderhandeln und wie speichelleckend die großen Techkonzerne dann hinerherrennen um dem Patriarchen alles recht zu machen, wird mir ganz schlecht. In diesem Fall des Richters am Internationalen Strafgerichtshof hat es aber zumindest als Weckruf gedient, um alternative Arbeitssysteme zu installieren. Open Desk ist das Mittel der Wahl, um sich langsam aber sicher etwas resilienter aufzustellen. In der gesamten Anspannung, die es derzeit gibt, wird eines immer deutlicher: wenn wirklich amerikanische Firmen den Stecker ziehen, steht Europa derzeit im Dunkeln – also digital-metaphorisch. Auch für „uns Normalos“ heißt es also, sich vielleicht mal nach Alternativen umzusehen. Mastodon oder Blusky statt Instagram, Signal oder Threema statt WhatsApp und für die ganz verwegenen vielleicht auch ein Ubuntu Desktop mit Libre Office statt Windows und Microsoft 365? Aber wie kommt man denn dann von einem zum anderen?

Dafür gibt es eine vom CCC und von Marc-Uwe Kling initiierte Initiative, die sich dafür einsetzt, dass Menschen beim Umstieg geholfen wird. Der DID, der „Digital Independance Day“ oder auch DUT „Digitaler Unabhängigkeits Tag“, den Marc-Uwe Kling auf dem 39c3 vorgestellt hat. Ich finde, dass ist eine sehr zu unterstützende Initiative und ein sehr löbliches Ziel.

Mein Fortschritt soweit?

  • Signal und Threema sind die Haupt-Messenger
  • Ich betreibe parallel zum Windows-Spiele-Setup einen Ubuntu-Desktop mit Libre Office
  • Ich benutze Firefox und Thunderbird
  • Man findet mich bei Mastodon und bei Bluesky – aber nicht mehr bei Twitter, Facebook oder Instagram
  • Ich nutze Ecosia als Suchmaschine
  • Zu Googles Android bin ich erst einmal zurückgekehrt. Aber ich halte mir beinen Platz im /e/OS immer noch warm

Zuguterletzt sei noch auf den sehr guten und viel, viel ausführlicheren Artikel von netzpolitik.org zu dem Thema „Umstieg“ hingewiesen.

Exit

Nach so viel schwerer Kost mal wieder ein leichtes, minimalistisches Setup für den heimischen Desktop.

Newsletter #6

Der Jahresendspurt ist da – und damit die Flut an Spotify Wrapped & Co. 🎧
Also habe ich mir meinen eigenen Rückblick gebaut:

10 Spiele, die mich 2025 (wieder) am meisten gefesselt haben – von Grim Dawn über Baldur’s Gate 3 und Diablo 4 bis zu Split Fiction im Couch-Koop.

Ein paar Entdeckungen wie Libro, kagi, Niagara Launcher, IKEA Smarthome, T1P und eine neue Serie, die das „sehenswert“-Siegel bekommt.

Und: Wie sich /e/OS zwischen Datenschutz, App-Store, Alltagsnutzung und genervten Augenrollen wirklich geschlagen hat.

Neugierig, welche drei Spiele keine Franchise-Fortsetzungen sind – und warum ich /e/OS trotzdem im Blick behalte?

Der Jahresendspurt hat gestartet und damit auch eine Flut an Rückblicken. Ob Spotify Wrapped, Discord Checkpoint, YouTube Recap oder Steam Rückblick, an jeder Ecke wird man damit zugeworfen. Ich werde mir also auch die Mühe machen und mal schauen, welche zehn Spiele ich im letzten Jahr (wieder) gespielt habe und damit am häufigsten gespielt habe – da XBox dieses Jahr sein Budget für das nächste Jahr, ein Jubiläumsjahr zusammenhält, ist XBox Wrapped 2025 hinten runter gefallen…

  1. unangefochten an der Spitze und auch in diesem Jahr wieder gespielt habe ich „Grim Dawn„, dass angeblich mit (insgesamt) 225 Stunden auch mit großem Abstand führt.
  2. The Witcher 3“ mit seinen Add-Ons teilt sich ein wenig auf. Insgesamt sind es ca. 106 Stunden, allerdings auf der XBox (die zwar die Speicherstände übernehmen konnte, aber ansonsten extra gewertet wird) sind es nur etwa 8 Stunden… Das muss ich auf jeden Fall noch vor dem neuen The Witcher zu ende bringen!
  3. Baldurs Gate 3“ mit fast 65 Stunden schafft es gerade noch aufs Treppchen und wird mich aber sicherlich auch noch eine Weile begleiten
  4. Diablo 4“ hat es mit der Ankündigung des neues Add-Ons doch wieder in meine Spielezeit geschafft, insgesamt mit 45,5 Stunden
  5. Call Of Duty“ – das musste ja kommen. Immerhin war der neue Teil kurzweilig, wird mich aber nicht sehr viel länger fesseln können. Immerhin für fast 39 Stunden hat es gereicht
  6. The Ascent“ konnte mich auch in diesem Jahr wieder ausgiebig frustrieren und ich habe nach wie vor das Gefühl da keinen Deut voran zu kommen – aber es summiert sich zu frustigen 22 Stunden
  7. Claire Obscure: Expedition 33“ ist der Neuling in der Liste. Es hat zwar erst für fast 12 Stunden gereicht, aber das werden ziemlich sicher noch mehr.
  8. Split Fiction“ spiele ich mit meiner Frau zusammen und es macht Spaß. Nicht so viel wie „It Takes Two„, aber es ist ein würdiger Nachfolger, der uns für 10 Stunden fesseln konnte (eigentlich dann ja 20, oder…?)
  9. Nicht so richtig zünden will „Indiana Jones and The Great Circle„, dass mich nur für 9 Stunden unterhalten hat. Ich schätze, das war der Punkt, an dem ich rausgefunden habe, dass ich die Nazis in der Regel einfach umkloppen kann… Ist zwar grundsätzlich die richtige Vorgehensweise mit Nazis, aber in dem Spiel wird es dann schnell zu einfach.
  10. Und gerade so in die Top 10 hat es dann noch „DOOM: The Dark Age“ geschafft. Ein tolles Spiel, dass ich immer mal zwischen drin spiele. Insgesamt sind da 7 Stunden zusammen gekommen.

Interessant zu sehen finde ich (mal wieder), dass von den zehn Titeln nur drei „neue“ Spiele sind, die nicht ein bekanntes und schon verspieltes Franchise aufgreifen. Umso schöner, dass es diese Spiele noch gibt. Was sind Eure Spiele aus 2025?

P.S.:dieser Rückblick ist auch gut 🙂

Entdeckt & geteilt

  1. Libro: die Plattform möchte, dass ich Hörbücher über meinen lokalen Buchladen kaufe. Ich finde die Idee dahinter sehr gut und finde es auch wichtig, „den lokalen Buchladen“ zu unterstützen und werde mir die App zwischen den Jahren definitiv mal anschauen.
  2. IKEA Smarthome: ja, jetzt bläst der schwedische Möbelgigant auch zum Smarthome-Angriff. Ich bin sehr gespannt, wie gut das angenommen wird. Aber dadurch, dass sie sehr kundenorientiert sind und sehr präsent könnte das funktionieren. Ihre Kooperation mit Sonos fand ich auch schon gut.
  3. Niagara Launcher: dieser Launcher ist ein echter Hingucker, der mein Smartphone eine ganze Weile geprägt hat. Er ist aufgeräumt, übersichtlich und entzieht, wenn richtig eingestellt, auch die Zeitfresser aus der direkten Aufmerksamkeit. Ich finde ihn sehr schön, war aber mit dem Preis für die Pro-Version von 12,99 € pro Jahr (Jahresabonnement) bzw. 39,99 € als einmalige Zahlung (noch) zu hoch. Immerhin sehr gut, dass es auch eine Einmalzahlung gibt und kein Abo aufgezwängt wird
  4. kagi: diese Suchmaschine möchte, dass Du nicht das Produkt bist, sondern einfach suchst. Um dann trotzdem noch etwas zu verdienen, bieten sie die Suchmaschine gegen Bezahlung an. An dieser Stelle finde ich es richtig, dass man offen sagt, wo dann das Geld für Entwicklung und Unterhaltung her kommt, nämlich vom Nutzer. Und damit durchaus sinnvoll.
  5. Nobody Wants This: auch in der zweiten Staffel macht die Serie um den Rabbi und die Podcasterin Spaß, auch wenn es nicht den „WOW-Effekt“ der ersten Staffel einfangen kann. Aber wir haben es trotzdem sehr gefeiert und können für Joanne und Noah das Prädikat „sehenswert“ ausgeben!
  6. T1P: mit diesem Tool kann man lange Links einfach einkürzen. Besonders an diesem Service ist, dass er einen Phishing- und Malware-Schutz bietet und DSGVO-konform ist. Und er kommt aus Deutschland.
  7. Robbie Williams: der Ex-Take-That-Aber-Besser-Solo-Superstar bringt eine neue Scheibe auf den Markt. „Britpop“ könnte nach den ersten Singles, die man schon hören kann, ganz interessant werden. Auch wenn nichts mehr an die „Life Through A Lense“ rankommen wird *seufz*

Das Thema

  1. /e/OS, was ist das bitte?
  2. Mein Umstieg
  3. Tägliche Erfahrungen
  4. Negative Aspekte
  5. Positive Aspekte und Fazit

Es gibt glaube ich viele Dinge, die man im Zusammenhang mit dem System /e/OS als positiv bezeichnen kann: die Courage endlich den beiden Marktführern die Stirn zu bieten, ein System, dass sich versucht für den Datenschutz einzusetzen oder der Versuch, ein Mobiltelefon-Ökosystem zu schaffen, dass nicht von vornherein durch den Netzwerk-Effekt ausgeklammert wird. So weit so gut. Aber leider haben sich die meisten Menschen – und das beinhaltet auch mich – an den nahtlosen und reibungsfreien Betrieb des Handies gewöhnt, dass die kleinste Verzögerung zu gerunzelter Stirn und unbehagen führt. Darüber hinaus tut Google auch seinen Teil, dass es eben nicht so nahtlos klappen kann.

ABER! Das System ist im Vergleich der meisten Android-Alternativen echt sehr ausgereift und mit dem App-Shop sind auch die wichtigsten Apps vorhanden. Sie arbeiten gut und flüssig und man kann, mit wenigen Abstrichen, das System voll umfänglich nutzen. Wenige Sachen funktionieren nicht und auch das ist etwas sehr positives.

Ich für meinen Teil habe die Nutzung zwar erst einmal beendet, werde aber bei allen großen Releases wieder reinschauen. Auch das ist Positiv – etwas auf das ich mich freuen kann. Also, geht und schaut, ob /e/OS für Euch nicht vielleicht doch etwas sein könnte. Ich würde mich freuen, wenn Ihr dem Projekt eine faire Chance geben würdet. Vielleicht auf einem neuen Fairphone als Pre-Installiertes System? Denn auch das gibt es positiverweise schon!

Extro

Weihnachtlicher Klassiker incoming:

Habt ein paar schöne, verspielte und entspannte Tage. Und bis zum nächsten Newsletter, der wahrscheinlich im nächsten Jahr kommt.

Newsletter #5

Pixel im Nanobereich, E-Autos im Rekordrausch, Streaming-Frust trotz Prime, ein hoffnungsvoller Blick auf das neue Windows-Startmenü und die Frage, ob eine Steam-Machine der nächste Gaming-Schritt ist – in Newsletter #5 geht es um Technik an der Grenze des Sinnvollen und um Alltagsentscheidungen, die plötzlich ziemlich politisch wirken. Dazu kommen frische App- und Tool-Tipps, ein Blick auf das Star Wars TCG, eine herbe Battlefield-Enttäuschung, ein Batman-Comic, das im Kopf buchstäblich explodiert, und ein ehrlicher Erfahrungsbericht, warum /e/OS sich aktuell eher wie Smartphone mit angezogener Handbremse anfühlt.

Diese Woche habe ich etwas über die kleinsten Pixel erfahren, die an der Auflösungsgrenze des Auges aggieren, habe etwas über das schnellste e-Auto gelesen, habe mich darüber geärgert, dass ich trotz Prime-Abo Werbung in Streams sehe und habe Prime erst einmal pausiert, vor allem da WOW eine echte Alternative geworden ist, freue mich über das neue Startmenu bei Windows, frage mich, ob eine Steam-Machine nicht der logische nächste Schritt ist (je nach Preis) uns habe endlich auch mit der zweiten Staffel von Carnival Row angefangen.

Entdeckt & geteilt

  1. Spark: ein neuerer Ansatz an das Thema e-Mail mit guten und logisch durchdachten Features. Besonders die Sortierung und die KI-Unterstützung sind mal ein echter Lichtblick. Der PReis ist es allerdings nicht und so muss jeder für sich unterscheiden, ob das taugt.
  2. Comet-Browser: der Browser von Perplexity unterstützt Nutzer:innen durch den vollen Umfang, den die Perplexity-KI mitlerweile zur Verfügung stellt. Etwas gewöhnungsbedürftig war anfänglich, dass es im Grunde ein Chat-Fenster ist, das mir das Suchen im NEtz abnimmt.
  3. Ludex: hier kann man Karten scannen und sich deren Wertigkeiten anzeigen. Besonders interessant dürfte das – da man hier zu Lande eher selten Baseball-Karten tauscht – für die viele TCGs sein, die sich neben Pokemon und MTG gerade etablieren.
  4. Star Wars TCG: wo ich gerade davon spreche: ich konnte auf der Games Com auch das neue Star Wars TCG anspielen und muss sagen, dass es mir sehr gut gefallen hat. Besonders den Aufbau von Ressourcen und Runden fand ich gut und interessant. Jetzt muss ich nur noch jemanden finden, der mit mir spielt…
  5. Battlefield 6: tja, da ist es nun und es ist wie immer ein auf und ab. Der Multiplayer ist solide und konnte mich auch schon für das ein oder andere Match motivieren. Beim Singleplayer bin ich sehr enttäuscht. Die Story war grütze (da war COD Black Ops 6 deutlich besser) und auch die Präsentation war nicht gut. Wenn es darum ginge, einfach ein paar schöne und eher Zusammenhangslose Missionen aneinander zu klatschen, hätte man doch zumindest den Stil von Battlefield V mit den unterschiedlichen Charakteren kopieren können, den ich von der Präsentation her sehr schön fand)
  6. Batman von Scott Snyder und Greg Capullo (Deluxe Edition): BÄM! Mehr fällt mir dazu nicht ein und es ist der Sound den mein Kopf immer mal wieder gemacht hat, während er versucht hat, mit der Story mitzukommen. Ein wirklich spannendes (und langes) Comic, dessen zweiten Teil ich mir für die Weihnachtszeit aufhebe.

Das Thema

  1. /e/OS, was ist das bitte?
  2. Mein Umstieg
  3. Tägliche Erfahrungen
  4. Negative Aspekte
  5. Positive Aspekte

Wie schon in der letzten Ausgabe geschildert, gab und gibt es ein paar Apps, die Partout nicht (mehr) funktionieren wollen. Der ärgerlichste ist auch gleichzeitig der neuste Zugäng: die Banking App „SecureGo App“ scheint seit dem Update auf 4.2.1 nicht mehr zu laufen. Ansonten sind es Apps wie „Dott“ (vormals „Tier“ – für e-Roller), bei der ich mich nicht registrieren kann oder auch verschiedene Google-Dienste, bei denen ich ein wenig tricksen musste und sie teilweise doch nicht feherfrei zum laufen kriege.

Außerdem ist es ärgerlich, dass viele Dinge nicht zu funktionieren scheinen, wenn ich alle Sicherheits-Möglichkeiten voll ausfahre: Standort und IP-Adressen Maskierung stellen anscheinend ein echtes No-Go für Apps dar. Wenigstens den App-Tracker-Blocker kann ich gut laufen lassen.

Ingame Käufe funktionieren auch nur bedingt (oder ich habe noch nicht raus gefunden, wie es richtig geht), so kann ich zwar bei Pokemon Go ingame Käufe tätigen, aber z.B. bei Fallout Shelter nicht. Auch das wiederherstellen vorheriger Käufe im Google-Store stellt sich als schwieriger dar, als gedacht. Aber manchmal ist das auch nicht schlimm, weil durch die Sicherheitsfunktionen auch einige In-App-Werbungen einfach ausgeschaltet sind.

Dadurch, dass auch die vielen Google-Dienste wie Maps oder Android Auto nur wirklich flüssig und verlässlich laufen, wenn sie direkt mit Google kommunizieren können, ist es manchmal ein eher zähes und langwieriges Lösungssuch-Spiel, dass immer mal wieder ermüdend ist.

WLAN Hotspots können, müssen aber nicht schwierig sein. Ich habe das Gefühl, dass es manchmal auch von der Stellung des Mondes abhängt, ob sich das Handy mit einem offenen WLAN verbindet oder nicht.

Ganz unbestritten ist leider auch, dass die mitgebrachte Kamera-Software nicht wirklich überzeugen kann. Auch hier gilt also, dass man sich erst einmal mit Alternativen beschäftigen und sie suchen muss. Wieder also mindestens ein paar Stunden und kein einfaches Nutzen…

Schlussendlich muss ich zu dem gesamten Konzept sagen, dass es sich eher anfühlt, als betreibe man ein Handy mit angezogener Handbremse. Ich bin zwar ein totaler Fan von dem Konzept, eine Alternative zu den großen Systemschmieden zu haben, aber leider ist /e/OS dann doch nur fast so gut und das „fast“ ist das, was es einem verleiden kann. Ich werde gerne immer wieder mal nach dem Stand schauen – und spätestens beim nächsten großen Release auch wieder reinschauen. Aber so in der Form bringt es eigentlich mehr Trägheit und Nachteile als Verbesserungen.

Extro

Auch diese Woche ist mein Schreibtisch wieder übervoll und auch diese Woche habe ich mich wieder in ein paar Ideen für minimalistische Arbeitsplatz-Setups verloren. Schaut doch auch gerne mal rein und sagt mir, was Eure liebsten Set-Ups sind.

Newsletter #4

In diesem Newsletter stelle ich Euch vor, was mich in den letzten Wochen begeistert hat:
Generation V Staffel 2 und die sechste Staffel LOL haben für Unterhaltung gesorgt, während ich mit Canva neue Designs erstellt und Mastodon für spannende Kontakte wiederentdeckt habe. Hades 2 steht in den Startlöchern und aktuell fesselt mich Clair Obscure: Mission 33.
Außerdem gibt es viele kleine Updates hinter den Kulissen: Privatsphäre & Organisation, einen Tastatur-Pi, die Wiederbelebung eines Klassikers sowie einen guten Launcher der mehr Übersicht bringt. Ich freue mich über Feedback!

In den letzten zwei Wochen habe ich die zweite Staffel von Generation V abgeschlossen, eher in Ermangelung von Alternativen; um doch auch mal wieder zu lachen habe ich dann in die sechste Staffel LOL „rübergezappt“; habe mir einige tolle Designs mit Canva erstellt und bin happy über die verschiedenen Hilfestellungen, die es dort gibt; habe meine Konten bei Mastodon wiederentdeckt (schreibt mir gerne) und freue mich auf die Veröffentlichung von Hades 2 und hoffe, dass sie auch bald für die XBox kommt; und bin aber auch froh, weil ich derzeit noch voll in Clair Obscure: Mission 33 gefangen bin und nicht so schnell raus will. Aber dazu irgendwann mal mehr. Außerdem hält der Louvre-Raub alle in Atem und hat teilweise merkwürdige Auswüchse

Ansonsten gibt es viel Privatsphäre und organisatorisches, einen Tastatur-Pi, die Wiederbelebung eines Klassikers und mein Starter fürs Handy – weil der Standard einfach zu Standard ist.

Entdeckt & geteilt

  1. Lunatsk: ich habe viele Taskmanager und Planer ausprobiert und bei diesem bin ich hängen geblieben. Es hat vor allem damit zu tun, dass er voll verschlüsselt ist (Ende-Zu-Ende) und einfach hübsch gemacht. Ich kann auf Windows und Android jeweils die App installieren und voll umfänglich benutzen.
  2. Proton Business Suite: ich höre viele gute Stimmen, die sagen, dass die Proton Suite eine echte Alternative mit guter Verschlüsselung geworden ist. In der Suite finden sich jetzt neben Mail und Drive auch eine Konferenzlösung und ein Schreibprogramm, Passwortmanager und natürlich das VON. Damit baut Proton augenscheinlich eine Datenschutz-zentrierte Alternative zu den MS und Google Office-Lösungen auf.
  3. Raspberry Pi 500+: Es gibt ein neues Mitglied in der „Raspi-Familie“, einen Pi 5, der in einer Tastatur verbaut ist. Das „+“ steht dabei für beleuchtete Tasten, eine eingebaute Festplatte und eingebauten Arbeitsspeicher. Er ist also ein „plus“ zum im 2024 veröffentlichten 500. Ob einem das Plus die voraussichtlich € 100 Aufpreis wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden…
  4. Fairphone 6: Wahrscheinlich bin ich spät zur Party, aber das neue Fairphone wurde veröffentlicht und sieht aus meiner entfernten Sicht erst einmal ganz gut aus. Neben den technischen Funktionalitäten, dem reparaturfreundlichen Design und dem modularen Design gibt es nun auch noch „Externes Zubehör“, wie Kartenhalter, Lanyard etc. Mich begeistert dabei aber eher noch die Möglichkeit, den Speicher per Karte zu erweitern oder das Fairphone mit dem Murena-Betriebssystem /e/ am Werk zu bekommen.
  5. Family Wall: Eine App für die ganze Familie. (Einkaufs-)Listen, gemeinsamer Kalender, Kontakte, Dateienablage und Rezepte und Essensplaner. Alles drin, was man braucht um sich im Alltag zu koordinieren. Mein Lieblingsfeature ist das Übernehmen von Rezepten aus Internetseiten und die Generierung der Einkaufsliste daraus.
  6. Paint: das Malprogram von Microsoft ist jetzt auch im KI-Alter angekommen. Und mit KI ergeben sich plötzlich lustige neue Möglichkeiten. Es macht Spaß und ist prima zum rumspielen – man zeichnet grob etwas vor (ja, „Paint-Style“) und kann dann der KI sagen, was es werden soll.
  7. Microsoft Launcher: ich benutze ihn seit Jahren und mag, wie er einem ein paar hübsche und übersichtliche Features zur Verfügung stellt. Mein Screen sieht dadurch etwas aufgeräumter aus und mit einem Swipe habe ich alles im Blick.

Das Thema

  1. /e/OS, was ist das bitte?
  2. Mein Umstieg
  3. Tägliche Erfahrungen
  4. Negative Aspekte
  5. Positive Aspekte

Ich nutze das System jetzt schon eine ganze Weile und auch wenn es schon gut benutzbar war, als ich es installiert habe, hat es mit den Updates auf Version 3 und später 3.1.1 noch einmal gewaltige Fortschritte gemacht. Viele meiner vertrauten Apps lassen sich problemlos weiterverwenden, oft genügt eine neue Anmeldung, und schon läuft alles wie gewohnt. Telefonieren, Nachrichten schreiben, Fotos machen oder Musik und Podcasts hören ist ganz ohne Schwierigkeiten möglich. Natürlich braucht es etwas Eingewöhnung, aber das gehört ja dazu – schließlich habe ich das System gerade wegen dieser Unabhängigkeit installiert.

In der täglichen Nutzung zeigt sich, dass /e/OS sehr gut nutzbar ist und der vertraute Bedienfluss aus dem Google-Android-Umfeld weitgehend erhalten bleibt. Das neue Sicherheitszentrum war für mich anfangs etwas verwirrend, da dort viele Optionen auf einmal aufscheinen. Nach etwas Ausprobieren und dem Abschalten einiger überflüssiger Funktionen läuft jedoch alles nahtlos. Die meisten Apps funktionieren ohne Probleme, nur bei wenigen scheint eine Rückmeldung an Google zu fehlen, wodurch sie sich gar nicht starten lassen oder während der Registrierung stecken bleiben. In solchen Fällen überlege ich mir allerdings ohnehin, ob eine solche App wirklich zum datenschutzorientierten Ansatz von /e/OS passt.

Positiv ist auch, dass sich das Erscheinungsbild sehr leicht an den eigenen Geschmack anpassen lässt. Mit verschiedenen Launchern kann man den Startbildschirm und die Menüführung individuell gestalten. Etwas unklar bleibt mir bisher die Privacy-Bewertung in der App Lounge. Trotzdem hat sie mir schon mehrfach geholfen, bei der Auswahl von Apps eine Entscheidung zu treffen.

Für meinen Alltag reicht das System vollkommen aus. Die wenigen Schwierigkeiten, die hin und wieder auftreten, haben fast immer mit Google-Diensten zu tun. Abgesehen davon bietet /e/OS eine stabile, datenschutzfreundliche und inzwischen wirklich alltagstaugliche Alternative zu herkömmlichen Android-Systemen.

Fazit:
Wer bereit ist, sich ein wenig auf ein alternatives System einzulassen und Wert auf mehr Kontrolle über die eigenen Daten legt, findet in /e/OS eine überzeugende Lösung. Es schließt die Lücke zwischen Komfort und Privatsphäre erstaunlich gut und beweist, dass ein Smartphone auch ohne Google-Integration rundum alltagstauglich sein kann. Mir ist bewußt, dass es auch bei meiner Datensicherheit nach wie vor Luft nach oben gibt, aber mit /e/OS ist ein erster Schritt gemacht.

Extro

Ich habe in letzter Zeit wieder vermehrt mit meinem Schreibtisch gehadert – er ist voll und unaufgeräumt und gibt wenig Platz für Kreativität. Auf der Suche nach neuen Ideen bin ich auf „Rosstopia“ gestoßen, eine Seite, die zeigt, wie viel Ruhe und Stil ein minimalistischer Arbeitsplatz ins Homeoffice bringen kann. Mit Tipps zu natürlichen Farben, modularen Möbeln und cleverem Stauraum wird dort anschaulich, wie es auch anders als bei mir geht.

Newsletter #3

In der dritten Ausgabe des Newsletters habe ich mich mit der Vimeo-Übernahme beschäftigt, habe einen neuen Platz für meine Magic-Karten gefunden, bin hin- und hergerissen von der europäischen Paypal-Alternative, überlege (mal wieder) wie ich meine Wohnung besser beschallen kann und ärgere mich über den Preis der neuen XBox-Handhelds. Außerdem gibt es einen Erfahrungsbericht zum Umstieg auf /e/OS.

So schnell geht es, dass die Regelmäßigkeit durchbrochen wird. Also nichts wie los: Ich habe einen guten Store für digitale Comics gefunden; habe mich in den Videos von Daniel LaBelle verloren; habe mich gefragt, wie verrückt es in den U, S & A noch werden kann; habe meine Erfahrungen auf der GamesCom zusammengetragen; habe bei längeren Fahrten drei neue Podcasts „gebinched“: They Talk Tech, Post Games und A Live Well Wasted und habe auch „The Penguin“ zu ende gesehen.

Darüber hinaus habe ich mich mit der Vimeo-Übernahme beschäftigt, habe einen neuen Platz für meine Magic-Karten gefunden, bin hin- und hergerissen von der europäischen Paypal-Alternative; überlege (mal wieder) wie ich meine Wohnung besser beschallen kann und ärgere mich über den Preis für die ROG XBox Ally Handhelds.

Entdeckt & geteilt

Vimeo hat einen neuen Besitzer. Ich habe durch die Vimeo-Übernahme einiges über die Firma Bending Spoon und ihre Geschäftspraktiken gelernt. Firmen wie Komoot und Evernote können davon ein Lied singen. Und so mischt sich in die Freude, dass Vimeo jetzt Europäisch ist, auch ein wenig Sorgen um die Arbeitsplätze.

Moxfield: Karten sammeln soll mit Moxfield – MTG Deck Builder einfach und übersichtlich werden. Ich habe es bislang noch nicht ausprobiert, habe mich aber mal registriert. Immerhin habe ich auf der Gamescom auch Magickarten bekommen. Also los gehts.

Wero: Europa soll Datensouveräner werden. Daher wurde nach rekordverdächtigen 25 Jahren eine App namens Wero aus der Taufe gehoben um eine europäische Variante von Paypal zu schaffen. Derzeit unterstützen allerdings nur rund 45 Banken die App, beschränkt auf Deutschland, Frankreich und Belgien. Ich würde mir eine echte Alternative wünschen, habe aber das Gefühl, dass hier wieder etwas sehr umständlich-europäisches geschaffen wird. Und warum nutzt man nicht direkt die IBAN-Funktionalität dafür?

WiiM-Mini: In der stetigen Suche nach Verbesserungen war diese Woche das Thema Audio bei mir ganz oben. Ich habe mich gefragt, ob ich all die Kabel noch länger ertrage und wie ich Multiroom umsetzen könnte. Dabei bin ich über die kleine Streaming-Box gestolpert, mit der ich zumindest mit meinen verschiedenen Anlagen ein Multiroom-System aufbauen könnte (bei der Pro könnte ich auch noch eine Festplatte als Musik-Server mit einbinden). Für rund 100 € zumindest in der Preisklasse „Probiere ich mal aus“.

Surf: vom Nachrichten-Dienstleister hinter Flipboard kommt diese App, die vor allem den Fokus auf das Einbinden des Fediverse hat. Es soll in einer offene und gut konfigurierbare Art sein, Nachrichten zu empfangen und nach eigenen Interessen über verschiedene Plattformen zu sammeln. Bei mir hat es leider (bislang) nicht gefunkt und ich bleibe bei Flipboard – vielleicht auch, weil ich mir zu wenige eigene Feeds zusammengestellt habe.

ROG Xbox Ally (X): Microsoft hat die Preise der ROG Xbox Ally Geräte bekannt gegeben und es ist sehr teuer für ein Handheld. Jetzt wird sich zeigen, ob Gamer bereit sind $ 599 für die ROG Xbox Ally oder $ 999 für die ROG Xbox Ally X auszugeben. Ich habe ja eine Vermutung, wenn ich von mir auf andere schließe: für das Experiment einer neuen Handheld-Konsole ist das ein zu hoher Einstiegspreis. Ich würde mir zwar wünschen, dass es klappt, weil ich das neue XBox-Konzept mag (Steam inklusive) sehe aber echte Schwierigkeiten kommen – und muss jetzt auch überlegen, was ich mir alternativ zu Weihnachten schenke. Verfügbar sind die Geräte ab 16. Oktober.

Das Thema

  1. /e/OS, was ist das bitte?
  2. Mein Umstieg
  3. Tägliche Erfahrungen
  4. Negative Aspekte
  5. Positive Aspekte

Könnte man in einem Satz zusammenfassen: installiert und lief. Natürlich ist es so einfach nicht. Denn schon der Umzug der diversen Messenger und ihrer Inhalte (Nachrichten und all die lustigen Hundevideos) zeigt, dass es eben doch mehr ist. Daher habe ich mich einen Tag lang damit beschäftigt, aus welchen Programmen ich welche Inhalte umziehen will und muss. Da sind besagte Messenger und auch das Download-Verzeichnis ist wichtig einmal mehr durchzugucken. Da man sich mehr oder weniger auch aus der Google-Cloud ausklinkt, ist es darüber hinaus wichtig, die Fotos zu sichern. Nachdem ich also alled in mühsamer kleinarbeit zusammengetragen und nach extern gesichert hatte, habe ich tatsächlich den Installer nutzen können, der einen ganz wunderbar durch den ganzen Installationsprozess führt. Danach habe ich noch meine Daten für das Murena- oder /e/-Konto eingegeben und ich war fertig mit der eigentlichen installation. Dann kam der non-fun-Part, bei dem ich natürlich alle Apps neu installieren musste. Aber das ist nicht weiter tragisch, da /e/ über ein eigenen App-Store verfügt (ich habe sogar noch einen zweiten installiert) in dem es die allermeisten Google-Apps auch gibt. Sogar Google und seine Programme kann man nachrüsten. Aber es ist händische Arbeit und hat noch mal einen Tag in etwa gedauert, bis ich dachte „jetzt habe ich alles“. Da ich immer noch auch auf ein OneDrive zugreife (ja, ich weiß), habe ich mich noch nicht mit der Cloud so richtig auseinandergesetzt. Man kann allerdings auch mehr als die „freien“ 1 GB nutzen. Es weitere Pläne, von 20 GB (2 €/Monat) bis zu 2 TB (25 €/Monat).

Für diejenigen, bei denen der Umstieg nicht so einfach per „Installer“ klappen sollte, heißt es, dass ihr das System selber herunterladen müsst. Das habe ich auch schon gemacht und erinnere, dass es nicht so schwer war – mein Galaxy S7 edge lief noch lange als Sekundärtelefon mit /e/. Für die einzelnen Schritte gibt es einige gute und umfangreiche Anleitungen, wie man das System trotzdem zum Laufen bekommt. Im Zuge des Umstiegs habe ich auch angefangen, mich mehr mit der Idee von geschütztem (weil europäischem) Cloudspeicher zu beschäftigen und auch mit freier und offener Software. Aber das sind Themen, die ich mir für einen anderen Newsletter aufheben werde.

Extro

Jetzt geht der Herbst wieder los, das bedeutet mehr Zeit auf der heimischen Couch mit Spielen, Serien und Filmen. Tatsächlich ist meine Filmliste schon wieder gut angewachsen. Uns bei den Spielen freue ich mich jetzt erst einmal auf den Release von Battlefield 6. Habt eine schöne Zeit!

Mein Rückblick auf die Gamescom 2025

Es waren zweieinhalb super interessante aber auch super anstrengende Tage auf der Gamescom, die mir gezeigt haben, wie toll und interessant mein Hobby ist.
Und auch wenn ich am Sonntag Abend nicht mehr wirklich laufen konnte, bin ich doch mit einem glücklichen Grinsen von der Messe gegangen. Und dem festen Vorsatz, das im nächsten Jahr nochmal zu machen.

Es waren zweieinhalb super interessante aber auch super anstrengende Tage auf der Gamescom, die mir gezeigt haben, wie toll und interessant mein Hobby ist. Auch war ich (mal wieder) davon überrascht, wie divers, fantsievoll und frundliche die Gamer waren, die ich getroffen habe. Von Cosplayer:innen, zu begleitenden Eltern und Standmitarbeiter:innen habe ich in der ganzen Zeit fast keinen unfreundlichen Menschen erlebt. Gerade der Aspekt der Diversität hat mich sehr überrascht und gefreut zugleich. Die Gamer-Community ist damit für mich (neben der Metall-Szene) ein weiterer Beweis, dass ehemalige Randgruppen ihre Herkunft nicht vergessen. Viele schöne und liebevoll gestaltete Kostüme waren zu sehen und ich war überrascht, wie viele unterschiedliche Kostüme da waren – auch wenn ich gerade im Bereich der asiatisch geprägten Spiele die meisten Charaktere und Spiele nicht kannte.

Cosplayer:in in action. Einfach schön!

Die Messe wirkte trotz allem in manchen Teilen überraschend überschaubar. Große Publisher und Blockbuster-Titel gab es einige, die sich aber sehr konzentriert haben. Dadurch kam das Gefühl auf, dass vielleicht etwas Glanz und die unterschiedlichen Angebote fehlten. Zwei Messehallen waren von nur sehr wenigen Spielen dmoniert (mit ausgesprochen langen Warteschlangen). Zwar waren diese Spiele mit riesigen Messeständen vertreten (Lego Batman, Anno 117, Borderlands 4 und andere), nur die dazugehörigen Publicher blieben meist etwas im Hintergrund. An manchen Stellen kam es zu Dopplungen, wenn der eine große Publisher XBox mehrere Spiele an seinem Stand vorstellte, die an anderer Stelle noch mal prominent vertreten waren. Borderlands in Ruhe und mit kleiner Schlange spielen? Habe ich auf dem XBox-Stand gemacht. Dafür habe ich aber auch keine Maske gekriegt. Unter den großen Namen stachen vor allem Microsoft mit Xbox, Nintendo, Ubisoft und Bandai Namco hervor. Der Pokemon-Bereich füllte gefühlt eine halbe Halle mit allen Variationen seines Universums. Und ja, es gab sehr, sehr viele Pokestopps und Pokemons in den Messehallen. Daneben sorgten auch Hardware-Hersteller wie Alienware und MSI für auffällige Präsentationen. Für mich ein Eye-Catcher waren Wasserkühler mit eigenen Mini-Displays – die machen natürlich nur Sinn in einem Gehäuse mit Glasfenstern.

Ich sage nicht, dass man einen eigenen Monitor auf der Wasserkühlung braucht – aber der hier hat dogar ein geflextes Display…

Gänzlich anders stellte sich das Segment der Indie-Spiele dar. Es herschte ein super gemischtes Bild unterschiedlicher Spielideen, Umsetzungen und Grafikstilen; alles hatte seinen Platz. Dort habe ich fast einen ganzen Tag verbracht, ohne dass es langweilig oder repetetiv wurde. Besonders fastiniert war ich dabei vom direkten Austausch mit den kreativen Köpfen. Die Gespräche mit den Entwickler:innen waren von einer spürbaren Leidenschaft getragen und hoben sich deutlich von den oft routiniert (a.k.a. gelangweilt) vorgetragenen Präsentationen der großen Stände ab. Hier konnte ich fragen, warum der Stil so gewählt wurde, was die Motivation hinter dem Spiel war und welcher Komponist für den Soundtrack Pate stand.

Und so gab es zwischen den vielen Spielen ein paar besondere Perlen, bei denen ich mich mit den Entwicklern teilweise richtig „festgequatscht“ habe. Zu den spannendsten Entdeckungen gehörte „Willow Guard”, ein atmosphärisches Action-Adventure, das eine Mischung aus klassischer Erzählweise und modernen Mechaniken verspricht. Das der Protagonist, ein Dachs mit zwei Schwertern auf dem Rücken, eine frapierende Ähnlichkeit mit einem gewissen Gerald von Rivia hat, konnte ich mit den Entwicklern genauso besprechen, wie die Frage nach den unterschiedlichen Grafikstilen, die das Spiel präsentiert. Die Finninen und Finnen haben mir dann noch versprochen, dass es auch im Laufe des nächsten Jahres (wahrscheinlich) noch die Portierung des Spiels mit sämtlichen Add-Ons auf die Konsolen Playstation 5 und XBox Series X geben werde. Eine Controler-Steuerung war eh schon vorgesehen. Ich habe mich durch das Demo-Level geschnetzelt und festgestellt, dass das Spiel genau den richtigen Grad zwischen Pixel-Optik und moderner Machart getroffen hat, der mich anspricht. Und der „Badger of Blavinkel“ macht mir echt Spaß!

Hyronimus“ wirkte dagegen experimenteller – ein Puzzle-Spiel mit einem beinah philosophischen Ansatz, das stark mit seiner audiovisuellen Gestaltung spielt. Hier wurde die Kunst von Hyronimus Bosch zum Vorbild genommen, um in verschiedenen zeit- und kontextkonformen Rahmen einen Teil der Geschichte zu erzählen. In Summe ist dabei immer ein Leitmotiv in einer der Welten zu erkennen, wie z.B Völlerei oder Rachsucht. Ob es sich grundsätzlich an den Todsünden orientierte, erinnere ich nicht mehr. Aber als Welten fungierten immer auch reale und geschichtlich passende Settings wie z.B. der Bauernkrieg. Dabei wird das Spiel von den Macher:innen als Action-Adventure beschrieben, da für Aufgaben immer unterschiedliche Lösungsansätze gewählt werden können. Wann es kommt? „Da wollen wir uns nicht so festlegen.“ sagte mir der Entwickler Jörn Friedrichs. Und zum krönenden Abschluss haben die Macher:innen am letzten Tag der GamesComn den Preis für das beste Indiespiel beim FYNG-Award gewonnen. Herzlichen Glückwunsch!

Eindruck hinterließ auch „Ayasa„, ein Projekt aus Armenien, das sich mit dem Verhältnis zwischen Mensch und Natur beschäftigt und dabei auf mythische Bilder und traditionelle Einflüsse setzt. Es ist dabei ein Patchwork aus unterschiedlichen Einflüssen und Vorbildern, die zu einem interessanten neuen Gesamtwerk verwebt werden. Die Musik wurde von einem armenischen Komponisten entliehen und variiert. Auf der offiziellen Seite findet man zum Spiel dann auch folgenden Text: „Every aspect of the game is inspired by renowned masters of dark aesthetics and philosophical surrealism: Tim Burton, Hayao Miyazaki, Robert Sahakyants, Yervand Kochar, René Laloux, Zdzisław Beksiński, and Franciszek Starowieyski. Their influence is evident in the visual style, atmosphere, and profound narrative depth. Players can expect an unforgettable experience that combines subtle storytelling, intense gameplay, and emotional immersion.“ Auch Edgar Janoyan war sehr bereit, meine Fragen zu seinem Spiel zu beantworten und sich mit mir über surreale Welten, Kunst als Teil der Videospiele und Videospiele als Teil der Kunst zu unterhalten.

Allesamt Titel, die neugierig darauf machen, wie sie sich anfühlen werden, wenn sie eines Tages veröffentlicht sind. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle den Menschen hinter Willow Guard, die mit viel Geduld und Begeisterung Einblicke in ihre Arbeit gaben und meine Fragen beantwortet haben. Davon ab habe ich im Indie-Area auch den Stand der bpb gefunden, die einen eigenen Stand für politische „Serious-Games“ hatten. Es wurden fünf kuratierte Spiele vorgestellt: „Compensation Not Guaranteed“ (Thema postkoloniales Süd-Ost-Asien), „Glass House“ (Zu politischer Meinungsbildung und Resillienz), „Media Circus“ (Meinungsmache und Fakenews), „The Darkest Files“ (Aufarbeitung der Nazi Vergangenheit) und „Take Us North“ (Migration in die USA – Trailer auf Youtube). Um letzteres ist es dann auch noch ziemlich laut geworden, weil der Youtuber Asmongold ziemlich Stimmung gegen das Spiel gemacht hat – als „Propaganda“ und „Simulation Illegaler Einwanderung“ hat er es bezeichnet, nachdem er schon durch das Nennen der Pronomen der Sprecherin getriggert wurde… Es wurden auch alle Hinweise auf das Spiel von diversen Seiten, wie z.B. der GamesCom-Seite gelöscht. Ich bin ehrlich gesagt nicht sicher, wie ich das finden soll und werde mich in einem anderen Post mal eingehender damit beschäftigen.

Aber zurück zur Messe. Ein Aspekt, der sich über die gesamte Messe zog war Fortnite. Ich wusste wohl, dass es das „in“-Spiel einer jungen Generation ist, habe aber erst auf der Messe erleben dürfen, was das wirklich meint. Kein anderer Titel war so präsent: Fast jeder Hardware-Stand nutzte das Spiel, um Grafikkarten, Monitore oder Eingabegeräte vorzuführen. Der Sohn eines Freundes, der selbst als Teil der Szene verwurzelt ist, gab Einblicke in eine Welt, die von eigenen Stars wie Rezon ay, Vic0 Tryona, Volko, Cringe und Fray fnx geprägt wird. Dieser Kosmos wirkt jung und dynamisch – oder bin ich es einfach, der mittlerweile so alt geworden ist? Wie dem auch sei: Er hat sich seine eigene Kultur geschaffen – von Ingame-Events bis hin zu Live-Streams, die von Millionen Zuschauer:innen verfolgt werden. Gleichzeitig ist unübersehbar, dass Fortnite längst mehr als nur ein Spiel ist: Es ist eine Plattform, ein Ökosystem, in dem Community-Bindung und kommerzielle Interessen eng miteinander verknüpft sind. Ich durfte dabei zugucken, wie der Bekannte (als Spieler „Syles fnx“) an einigen Ständen die Blicke anderer durch sein Spiel auf sich zog. Plötzlich schien das Versprechen einer Profi-Spieler-Karriere nicht mehr in unerreichbarer Ferne, zumal die Stars der Szene auch ganz nah über die GamesCom liefen und mit Fans sprachen. Natürlich hat jeder von ihnen auch noch ein zweites Standbein. Sei es eine eigene Hardware-Linie oder ein Sponsoring durch einen Hardware-Hersteller. Auch wenn dieser Aspekt kritisch gesehen werden kann, lässt sich die Faszination nicht leugnen. Fortnite hat geschafft, was nur wenigen Spielen in der Geschichte gelungen ist: Es ist zu DEM Event des Jahrzehnts geworden. Damit gibt Fortnite auch einen Ausblick darauf, welche Rolle Spiele künftig in der Popkultur einnehmen können. Ob in zwanzig Jahren noch jemand Fußball schaut eher oder die Übertragung der neuen Spiele? Ich bin sehr gespannt!

So blieb die Messe letztlich ein Erlebnis der Gegensätze: Auf der einen Seite standen die Strahlkraft weniger großer Marken und die überwältigende Präsenz eines Phänomens wie Fortnite. Auf der anderen Seite waren es die stillen, leidenschaftlichen Stimmen kleiner Studios, die mit frischen Ideen und neuen Ansätzen begeistern konnten. Genau dieser Spagat machte für mich den Besuch lohnenswert und aufregend. Und auch wenn ich am Sonntag Abend nicht mehr wirklich laufen konnte, bin ich doch mit einem glücklichen Grinsen von der Messe gegangen. Und dem festen Vorsatz, das im nächsten Jahr nochmal zu machen. Und ein Schmankerl noch zum Schluss: auch Szene-Großmeister Jörg Langer war da und hat für seine Zeitschrift Retro-Gamer Werbung gemacht. Meine Gamestar Nr. 1 hat er aber nicht signiert. Ich hatte sie zu hause vergessen. Auch deswegen muss ich nächstes Jahr wieder hin.

Und auch die alten Hasen (wie ich) kamen auf ihre Kosten, wenn Szene-Urgestein Jörg Langer erzählt.

Battlefield 6 – Ankündigung und Beta

Tödöm töm tö römtöm – lange hat es gedauert, dass ich das letzte Mal eine Gänsehaut beim Erklingen dieser epischen Melodie bekommen habe. Battlefield 6 erschien aus dem nichts und sieht aus wie ein richtig gutes Spiel. Oder?

Lange ist es her, dass ich das letzte Mal eine Gänsehaut beim Erklingen dieser epischen Melodie bekommen habe – tödöm töm tö römtöm. Seit wir 2002 den ersten Teil im Studentenwohnheim wie die Verrückten gespielt haben, habe ich jeden Teil gekauft und zumindest ein wenig gespielt. Dabei gibt es zwischen den mittlerweile dreizehn Teilen echte Gurken und wahre Meisterwerke. Mir haben zum Beispiel die Ableger im Ersten und Zweiten Weltkrieg gut gefallen, schließlich ist der Zweite Weltkrieg der Ursprung der Serie. Mein Lieblingsteil war jedoch Teil 4: Nie zuvor haben sich die Schlachten so dicht und spannend angefühlt, nie zuvor hatte ich das Gefühl, ein enorm gutes Waffenhandling zu haben, und ich habe den Rückstoß gespürt, wenn der Panzer gefeuert hat. Und nie hat es sich so epochal angefühlt, wenn die halbe Karte in sich zusammenstürzte und komplett neue taktische Manöver erforderte. Irgendwie hat es dieser Teil auch geschafft, mich bei der Stange zu halten, obwohl ich wirklich kein begnadeter Schütze bin. Und ich war immer Sniper! Aufklären, markieren, nach vorne pirschen und den Teamkameraden Ziele markieren. Die Singleplayerkampagne habe ich sogar zweimal gespielt.

Umso gehypter war ich, als ich vor einigen Wochen den Reveal-Trailer zu „Battlefield 6” gesehen habe – das müsste nach einer logischen Zählung aber „Battlefield 13” sein. Ob die 13 hier Pech bringt? Ich denke nicht, schließlich sahen die ersten bewegten Bilder hervorragend aus. Endlich wieder das aus Teil 4 bekannte Look-and-Feel, bekannte Maps mit halbwegs modernen Waffen und Systemen. Und wieder war es die leicht schmutzige Optik, die auch Teil 4 – wie übrigens auch Teil 3 – so ansehnlich machte. Ich hatte das Gefühl, dass in diesem Battlefield auch wieder eine sehr gute Geschichte erzählt wird.

Und dann kam der Multiplayer-Reveal-Trailer, der zu allem Überfluss auch noch mit einer Version von „Break Stuff” von Limp Bizkit aufwartete – und bäm, ich war angefixt! Und wie! Ich war so begeistert, dass ich mir EA Play für einen Monat gekauft habe, nur um die Open Beta zu spielen. Und was soll ich sagen: Es macht unglaublich viel Spaß!

Es gibt wieder vier Klassen – inkl. des Snipers, wer hätte es gedacht.

Die Karten fühlen sich wieder sehr chaotisch an, und die Zerstörbarkeit der Häuser bringt eine neue, interessante Komponente ins Spiel. Nun brechen nicht mehr nur Wolkenkratzer, sondern fast alle Häuser zusammen. Flugzeuge habe ich in den Open Betas nicht oft gesehen, aber vielleicht kommt das noch.

Das Setting ist wieder der generische Kampf zwischen den Roten und den Blauen, der sich in diesem Universum in die US-amerikanische Spezialeinheit „Dagger 13” („’Merica, fuck yeah!”) und die private Söldnertruppe Pax Armata übersetzt. Das Spiel ist im Jahr 2027 angesiedelt, in dem es die NATO nicht mehr gibt. Was die Kampagne genau parat hat, weiß ich natürlich nicht, aber der Multiplayer hat mir viel Freude gemacht. Dabei erfindet sich Battlefield nicht neu, sondern besinnt sich auf seine Stärken und verbessert diese behutsam. So kann man beispielsweise tödlich verletzte Kameraden während der Wiederbelebung aus der Schusslinie ziehen, was nur fair und logisch ist. Außerdem gibt es eine kleine „Aktion-Cam” an den Span-Points, die vor dem Wiedereintritt ins Spiel einen kurzen Eindruck davon vermittelt, was einen dort erwartet. Wird man abgeschossen, wird ein Hologramm des gegnerischen Schützen eingeblendet, was sehr cool aussieht. Und ich hatte viele Möglichkeiten, mir das genau anzusehen!

In rot die Simulation des Schützen, der mich umgeschossen hat. Hoffentlich zieht mich da noch jemand raus.

Es gibt wieder die vier klassischen Klassen (scnr): den Sturmsoldaten, den Versorger, den Pionier und den Aufklärer. Alle haben unterschiedliche Fähigkeiten und Ausrüstungen, wobei die Waffen nicht einer Klassenbeschränkung unterliegen – ein klares Plus in meinen Augen. Auch wenn ich nicht verstehe, warum ein Sniper ein Schrotgewehr nutzen sollte… Aber was weiß ich denn, es wird bestimmt findige Spieler geben, die eine gute und unkonventionelle Kombi finden. Wenn ich das richtig mitbekommen habe, kann nun auch jeder wiederbeleben, was in den ersten Matches auch reichlich gemacht wurde. Das wiederum freut mich, denn in den letzten Tagen von Battlefield 2042 fand ich es schade, dass so wenig wiederbelebt wurde.

Jetzt warte ich gespannt auf die Veröffentlichung des neuen Teils, denn trotz meiner guten Vorsätze habe ich ihn vorbestellt. Ich hoffe, dass ich wieder mit Gänsehaut zu „Tömtöm töm tö römtöm” aufs Schlachtfeld zurückkehren kann. Ich hoffe, wir sehen uns da 😀

Der Spawn-Bildschirm hat nun unten rechts eine Vorschau – kann helfen oder abschrecken.

Newsletter #2

Ich habe ein e-Ink Tablet mit Color-Display getestet, überlege ob ich das wirklich brauche oder ob ein Surface nicht eher zu mir passt und stelle /e/OS für das Telefon vor. Darüber hinaus habe ich verschiedene Varianten von KI durchgetestet um zu sehen, welche KI zu welchem Zweck gut passt und wie man sich solche Systeme auch DSGVM-konform anbieten kann und wenn ich nicht getippt habe, habe ich The Penguin geschaut. Viel Spaß!

Während die Temperaturen immer weiter nach oben klettern habe ich das gemacht, wovor sich die meisten Deutschen gruseln: ich habe mich zuhause versteckt und den Temperaturen getrotzt. Daher habe ich mich in einer ewigen Schleife von Teppichreinigungsvideos wiedergefunden, habe „Anno 1800“ eine Chance gegeben weil es in meinem Game Pass aufgetaucht ist; habe es wieder abgebrochen um die Open Beta von Battlefield 6 zu spielen; habe mich wie ein Kind gefreut mein personalisiertes T-Shirt für die GamesCom bekommen zu haben (die Aktion ist leider beendet) und habe sehr, seeehr viele Folgen „Games Of Throne“ auf WOW nachgeholt um mich davon abzulenken, wie merkwürdig sowohl S7 von „The Rockie“ als auch S2 von „The Last Of Us“ zu ende gegangen ist.

Davon ab habe ich ein e-Ink Tablet mit Color-Display getestet, überlege ob ich das wirklich brauche oder ob ein Surface nicht eher zu mir passt und stelle /e/OS für das Telefon vor. Darüber hinaus habe ich verschiedene Varianten von KI durchgetestet um zu sehen, welche KI zu welchem Zweck gut passt und wie man sich solche Systeme auch DSGVM-konform anbieten kann und wenn ich nicht getippt habe, habe ich The Penguin geschaut. Viel Spaß!

Entdeckt & geteilt

BOOX Notepad 4c ist ein e-Ink Tablet mit Farbdisplay. Meine Zielsetzung für ein solches Tablet war, das ich einen Tablet habe, auf dem ich einfach Notizen und Texte sowie Skizzen machen kann, Bücher und Comics lesen kann. Das Tablet reagiert halbwegs schnell aber es hat mich für meine Anwendungen nicht überzeugt. Vor allem das Ghosting und die sehr zurückhaltenden Farben haben mich bei einem PReis von 600 € nicht überzeugt.

Dafür ist dann das Microsoft Surface 12″ eingesprungen und hat mich eher überzeugt, auch wenn es einen anderen Preis aufruft. Was ich Microsoft immer noch ankreide ist, dass sie den Tablet-Teil ohne Zubehör verkaufen. Keine Tastatur, kein Stift, kein

Für eine kurze Phase schien Perplexity das Go-To-KI-System zu sein. Es ist auf jeden Fall gut und gibt ausführliche Antworten. Eine Reise buchen kann es allerdings noch nicht. Zumindest habe ich es nicht hinbekommen.

Nappkin wiederum verwandelt angeblich Text in sinnvolle visuelle Elemente wie Mindmaps, Flowcharts, Datenvisualisierungen und Infografiken.

Langdock ist eine Plattform, die verschiedene KI-Systeme in einer Anwendung bündelt. Durch die Integration in eigene Rechenzentren, können die KI-Systeme DSGVO-konform angeboten werden. Außerdem bietet es diverse Möglichkeiten an, eigene Agenten und Anwendungen Unternehmensweit auszurollen.

[iOS exklusiv] Wer den ARC-Browser benutzt und einen Mac hat, kann derzeit an der Beta für den DIA-Browser teilnehmen. Angeblich soll der Browser einen Fokus auf KI legen, weswegen es mich interessieren würde, was er genau anders machen will. Den ARC-Browser fand ich interessant und höre vieles gutes von ihm. Da ich kein iOS benutze, werde ich es aber auch nicht so schnell herausfinden.

The Penguin ist eine schöne Fortführung der Batman-Geschichte aus „The Batman“. Wie in „The Batman“ auch ist hier alles etwas mehr geerdet und weniger aufgeregt. Es stellt nicht den Anspruch auf ein „Larger Than Live“, sondern erzählt eine nachvollziehbare und schöne Gangster-Geschichte.

Das Thema

  1. /e/OS, was ist das bitte?
  2. Mein Umstieg
  3. Tägliche Erfahrungen
  4. Negative Aspekte
  5. Positive Aspekte

/e/OS? Klingt wie iOS ist aber etwas grundsätzlich anderes. Das Betriebssystem hat sich aus einem „Fork“ also einer Abspaltung von LineAge OS entwickelt. Wovon ich da eigentlich rede? Von einer Alternative zu einem „normalen“ Android Betriebssystem. Android, das ist das Standard-System, mit dem fast alle „nicht-Apple“- Mobiltelefone ausgeliefert werden. Dahinter steht ein von Google entwickeltes System, dass die notwendigen Dienste und Programme zur Verfügung stellt, damit das Handy alles kann, was es soll. Damit hat sich Google eine gewaltige Marktmacht entwickelt, die nicht nur wegen der monopolistischen Situation problematisch ist, sondern auch von vielen Datenschützern wegen seines Umgangs mit Datenschutz kritisiert wird. Hier wollen Alternativen einspringen, wie eben benanntes Lineage-OS oder eben auch /e/OS. Die Herausforderung besteht darin, ein System zu schaffen, mit dem man sich nicht vollständig aus der Android-Welt ausklammert. Denn der Vorteil der kleinen Mobiltelefone ist ja, dass man viele praktische Helfer dabei hat. Aber auch da greift Google ein und definiert Schnittstellen an denen Daten ausgetauscht werden können und sollen und deren Verbleib manchmal nicht ganz klar ist.

/e/OS umschifft das Problem in dem sie (und jetzt entschuldigt meine rudimentäre Beschreibung) die entsprechenden Google-Schnittstellen ersetzt und so über einen eigenen App-Store auf den Google-Store zugreifen kann. Damit soll ein möglichst geschmeidiger Übergang möglich sein. Ob das so ist, werde ich in der übernächsten Folge beleuchten. Davon ab wird, wie bei den anderen Konkurenten auch üblich, ein ganzes Ökosystem geboten. Von der MAiladresse auf eigenen Servern, über Cloud-Speicher, der in Europa gehostet wird und so DSGVO-konform sein soll.

Das Projekt wurde von dem französischen MAndrake Entwickler Gaël Duval ins Leben gerufen und wird seit 2018 weiter entwickelt. Mittlerweile hat das System auch die Versionsnummer 3 begonnen und macht einen durchaus ambitionierten Start, um den Benutzern die Privatsphäre wieder zurückzugeben, die laut entwicklern durch Google und Apple nicht mehr sichergestellt wird. Das System wird von der e-foundation entwickelt und ist mittlerweile (laut eigenen Aussagen) für mehr als 200 Mobiltelefone und 9 Tablets verfügbar. Vor allem für die Google-Geräte, irgendwie witzig, finde ich. Davon ab kann man im Shop auch refurbished Geräte erwerben, bei denen das Betriebssystem bereits vorinstalliert ist, auch die Fairphones können seit dem Fairphone 3 mit dem System bestellt werden.

Wie man es auf dem eigenen Telefon installiert erkläre ich dann in der nächsten Ausgabe. Weitere Infos zum System gibt es auf der offiziellen Website und natürlich bei Wikipedia.

Extro

Es ist die Woche vor der GamesCom und dieses Jahr werde ich auch vor Ort sein. Ich habe mir das gefühlt seit 25 Jahren vorgenommen und entsprechend hoch ist jetzt die Fallhöhe für Enttäuschungen. Aber ich gehe vom Besten aus und freue mich total drauf. Treffe ich jemanden von Euch dort?

Newsletter #1

Im zweiwöchigen Rytmus möchte ich hier einen Newsletter über die digitale Welt und meine Sicht darauf veröffentlichen. Es würde mich freuen, wenn Du ihn regelmäßig liest.

Im zweiwöchigen Rytmus möchte ich hier einen Newsletter über die digitale Welt und meine Sicht darauf veröffentlichen. Es würde mich freuen, wenn Du ihn regelmäßig liest.

Intro

Die letzten Wochen waren vor allem durch das politische Geschehen geprägt, was aber natürlich auch seine Wellen in die digitale Welt übertragen hat. Vor allem die Ereignisse in den Vereinigten Staaten von Trumpistan führten zu einer Reihe von Beiträgen zur digitalen Sicherheit. Passend zu dem Thema hat auch Morena die Version 3 ihres Betriebssystems /e/OS veröffentlicht (dazu später mehr).

Desweiteren wollte ich nach meinem Urlaub die offenen Folgen von S7 „The Rookie“ und S2 „The Last Of Us“ ansehen, nur um festzustellen, dass die noch nicht veröffentlicht wurden. Verdammtes Sommerloch! Dann musste ich notgedrungen „Watchman“ anfangen, da ich sowohl den Comic als auch den Film sehr gefeiert habe.

Ich werde ein paar Aspekte für eine neue Kamera diskutieren, habe eine gute Journaling- App im Gepäck und freue mich über die verschiedenen Ankündigungen auf dem Microsoft Showcase. Außerdem habe ich ein paar Bilder vom Pride-Month zusammengesucht. Und Achtung: generischer Feminin könnte vorkommen. In meiner Serie werde ich mich dann noch mit meinem neuen Betriebssystem auf dem Handy „/e/OS“ auseinandersetzen und die Basics erklären. Wie immer ist jeder Anfang schwer, deswegen hoffe ich, dass ich zumindest die eine oder andere zum Weiterlesen bewegen kann. Gerne hätte ich dann Euer Feedback in den Kommentaren, denn nur mit Feedback kann ich besser werden.

Entdeckt & geteilt

  • Nikon Zf ist die Digitalkamera im Retropelz von Nikon. Sie erinnert stark an die Nikon Df und soll anscheinend damit Nostalgiker ansprechen. Die Specs lesen sich recht beeindruckend und die Nikon-Qualität wird ihr übriges tun. Für Besitzer älterer Kameras gibt es einen Adapter, weil natürlich -surprise- das Bajonett verändert wurde. Ob der Retro-Charm allerdings 1.500€ rechtfertigt, weiß ich nicht. Oh, und es gibt sie in coolen Farben
  • Als jemand der immer mit To Do Listen hadert und Note-Apps nie lange genutzt hat, ist Lunatask eine echte Erleuchtung. Ein paar sehr interessante Features verbinden sich mit einem hübschen Aussehen und einer Multi-Plattform-App. Außerdem E2E-Verschlüsselung
  • ROG XBOX ALLY – ein neuer Ansatz für ein tragbaren XBox-Spiele-Handheld. War auf jeden Fall genug um mich zu hooken – jetzt gilt es abzuwarten, was das Gerät beim Release wirklich kann und ob man darauf auch unterwegs spielen kann. Wobei da wahrscheinlich das löchrige deutsche Mobilfunknetz die größte Hürde sein könnte.
  • Und zu guter Letzt haben wir Deutschen uns ja mit Dingen wie der De-MAil ja noch nicht genug blamiert. Zeit, dass sich mal die richtigen Großen hinsetzen und mit viel deutscher Benutzerfreundlichkeit eine Alternative zu Microsofts Office schaffen. Irgendwie habe ich wirklich Angst, dass es das Look-And-Feel von SAP bekommt…

Das Thema [Intro]

Ich habe mein Telefon umgestellt auf /e/OS und möchte davon berichten. Ich werde das als Miniserie tun. Dabei wird es fünf Kapitel geben

  1. /e/OS, was ist das bitte?
  2. Mein Umstieg
  3. Tägliche Erfahrungen
  4. Negative Aspekte
  5. Positive Aspekte

Davon werde ich also die nächsten Ausgaben etwas detaillierter Berichten. Soviel sei schon einmal gesagt. Es läuft im Großen ung Ganzen gut und der Umstieg war super unkompliziert. Es ist aber wirklich erstaunlich, wieviel Komfort man verliert, wenn sich Daten nicht mehr einfach wild austauschen, quer durch alle Instnzen. Aber auch das ist in den Griff zu bekommen und die wichtigsten Apps laufen wirklich alle völlig Problemfrei. Nur die Googel-eigenen Anwendungen – und das dürfte keine große Überaschung sein, tun es manchmal nicht.

Aber dazu dann ab der nächsten Ausgabe mehr.

Extro

Manchmal interessieren mich Schreibtisch-Ausstattungen und Aufbauten anderer Menschen. Ob nun berümt oder nicht, werde ich, wenn ich nichts besseres anbieten kann, an dieser Stelle immer mal einen Arbeitsplatz teilen. Ich greife dazu auf die Reportagen anderer zurück und teile hier, was andere auch schon geteilt haben. Aber vielleicht interessiert es Euch ja auch. Und daher voilá: ein minimalistisches Travel-Setup für die vielen Digitalnomaden.

Bis zum nächsten Mal!

Grim Dawn – mal wieder

Es ist lange her, dass ich mein damaligen Lieblingsspiel „Grim Dawn“ gespielt habe. So hatte ich auch noch nicht wirklich viel Zeit in das neue Add-On „Forgotten Gods“ gespielt. Und wurde kalt davon überrascht, dass auch ein drittes Add-On bereits in Vorbereitung ist. Bevor dieses dritte Add-On veröffentlicht wird, wollte ich noch einmal das „Forgotten Gods“ anspielen. Und was soll ich sagen: ich bin direkt wieder hängen geblieben, bin angefixt und wieder komplett drin.

Wüstenschiff mal anders. Aber in Szenen wie dieser wird deutlich, dass das Spiel den Ausdruck „düster“ sehr ernst nimmt.

Dabei hat sich an dem grundsätzlich3n Spielprinzip nicht viel geändert – im Gegenteil habe ich das Gefühl, dass die Varianz der verschiedenen Monster sogar abgenommen hat. Sie werden nur in unterschiedlichen „Mutationen“ variiert: manche machen Eisschaden, manche Feuer und so weiter. Auch die Artefakte, die droppen sind wie vorher bunt gemischt und reichlich. Sind es die drei unterschiedlichen Gottheiten, die einen einladen sich anzuschließen? Oder die neue Klasse? Ich kann es tatsächlich nicht sagen, besonders den letzten Punkt nicht, da ich diese Klasse nicht spiele. Vielmehr habe ich meinen Charakter aus dem Hauptspiel genommen und schnitzel mich nun mit diesem durch die düsteren aber wieder liebevoll gemachten Landschaften. Es gibt Wüsten und Oasen zu besuchen, verfallene Tempel und Wüstenlandschaften sowie lavadurchzogene Vulkangegenden. Was es nicht gibt, sind Dinge, die einem das Leben beim Skillen oder im Inventar vereinfachen.

Die neuen Wüstenlandschaften sind spielgemäß schön gestaltet und es ist eine Freude sich durch Wüsten und Oasen zu schnetzeln.

Die Story kann man sich dabei Genre-üblich an drei Fingern abzählen und sie tut nicht wirklich weh: Die drei Götter rufen einen dazu, weil sie sich zusammengetan haben (ja, klingt komisch, ist aber so) um einen sehr mächtigen Emporkömmling zu bekämpfen. Und man kann sich an einem Finger abzählen, wer da die Drecksarbeit machen darf. Dabei ist es egal, für welchen Gott man sich primär entscheidet – es gibt ein paar Story-Details für den Gott aber ansonsten ändert es sich nicht groß. Wiederspielwert generiert sich dadurch nicht gerade. Braucht es aus meiner Sicht aber auch nicht, denn die Story plätschert sehr gefällig dahin und bietet mit den ganzen Nebenquests und den geheimen Arealen, die es auch in diesem Teil wieder gibt, bringt das Spiel sehr viel mit.

Ich freue mich auf jeden Fall schon auf die neue Erweiterung, die das schon sehr umfangreiche Spiel noch einmal deutlich erweitern wird. Auch dann werde ich gerne noch mal einen Bericht schreiben.